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MURTER, Insel im Nordwestteil der Sibeniker Inselgruppe; 18,6 km2 (Länge 11 km, Breite bis 2,8 km); 5192 Einw. Vom Festland durch den schmalen Murter-Kanal getrennt. Im Nordwesten sind fruchtbare Quartärablagerungen (Tonsandstein) vorhanden. Höchster Gipfel RaduC (125 m). Der aus Kalkfelsen bestehende Inselteil ist mit spärlicher Vegetation bedeckt. Die überwiegend steile Südwestküste gliedert sich in kleinere Buchten; wenn der Borawind bläst, dient die KoSirina-Bucht als Ankerplatz für kleine Schiffe. Die Slanica-Bucht hat einen schönen Strand, ein Restaurant und einen Campingplatz. An der Nordostküste finden auch größere Schiffe gute Ankerplätze (Jezera-Bucht und Hafen Tisno). Im Nordwesten der Insel haben sich, um ein auf Tonsandstein ruhendes Feld mit vielen Trinkwasserquellen, die Ortschaften Murter (mit Jachthafen Hramina) und Betina entwickelt. Tisno liegt am schmalsten Teil des Murter-Kanals, wo eine 37,5 m lange Hubbrücke über die Meerenge führt.
Die ältesten bekannten Bewohner der Insel waren Illyrer (Reste der illyrisch-römischen Siedlung Collentum bei Betina). Im Mittelalter hieß die Insel SrimaC, erwähnt wird auch die Bezeichnung Insula Mortarii. Im 13. Jh. gibt es auf der Insel zwei Ortschaften, Veliko Selo (das heutige Murter) und Jezera; Betina und Tisno entstanden wahrscheinlich zur Zeit der Türkeneinfälle.
Murter
Murter bietet eine Vielfalt an Unterkunftsmöglichkeiten (Hotel, Appartements, Jachthafen), schöne und ruhige Strände, viele Restaurants und Gasthäuser, doch ein besonderes Erlebnis ist für jeden Urlaubsgast ein Ausflug zu den Kornati-Inseln, die man jeden Tag in organisierten Gruppenausflügen besuchen kann. Des weiteren gibt es Sportplätze (Tennis, Basketball, Kleinfußball) und Möglichkeiten zum Betreiben verschiedener Wassersportarten. In der Sommersaison werden regelmäßige Sportwettkämpfe veranstaltet. An erster Stelle ist die im April stattfindende Regatta Murter_Kornaten, gewissermaßen als Eröffnung der Saison. Traditionelle Festtage sind: St. Rochus (16. August), das Stadtfest zu Mariä Geburt (8. September); von den Kulturveranstaltungen hat das im Mai stattfindende Theateramateur-Festival die größte Bedeutung.
Unterkunft: Hotel Collentum (B); Appartements, Zimmer.
Der Jachthafen Hramina hat 400 Liegeplätze im Meer und weitere 250 an Land.
MURTER, Ortschaft im Nordwestteil der gleichnamigen Insel. Der Ort hieß zunächst Veliko Selo (seit dem 13. Jh.) und SrimaC (Srimac); seit 1715 trägt er seinen heutigen Namen. Er dehnt sich aus bis an die Hramina-Bucht, in der in Richtung der Bucht Slanica ein Jachthafen gebaut wurde. Die Hramina-Bucht liegt vor allen Winden geschützt und ist ein guter Ankerplatz für kleinere Jachten und Boote. In der Slanica-Bucht findet man einen schönen Badestrand und die Hotelsiedlung Collentum.
Die Ortschaft wird im 15. Jh. erstmals erwähnt. Am Fuße der Anhöhe Gradina, in der Hramina-Bucht und an anderen Stellen finden sich Reste römischer Bauwerke, die wahrscheinlich auf die antike Siedlung Collentum zurückgehen. Auf dem Gradina-Kap liegt der Ortsfriedhof, wo altkroatische Gräber entdeckt wurden. Am Friedhof steht die aus dem 17. Jh. stammende Kirche der Madonna in Gradina. Die Pfarrkirche St. Michael birgt einen barocken Altar, eine Arbeit der Meister Pio und Vicko dall‘Acqua, sowie eine Ikone der kretisch-venezianischen Schule. Im Pfarramt befinden sich ein Prozessionskreuz aus der Gotik und Renaissance sowie mehrere wertvolle Gemälde. _ Über dem Dorf, auf dem VrSina-Berg, steht die St.-Rochus-Kirche aus dem Jahr 1760.
Jezera
Seinen Namen verdankt Jezera (kroat. Seen) den vielen Tümpeln, die sich nach Regenfällen in den Karsttälern bilden. Doch im Sommer ist kaum an Niederschläge zu denken, denn Jezera bietet jede Menge Sonne, sauberes Meerwasser und eine Bucht mit einem wunderbaren Strand _ ideale Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub. Besonders Liebhaber von Fischspezialitäten kommen hier auf ihre Kosten, denn frischer Fisch steht täglich auf der Speisekarte. In den Sommermonaten werden Segelkurse abgehalten. Der Ort Jezera ist einer der Ausgangshäfen für Fahrten zu den Kornati-Inseln.
JEZERA, Hafenortschaft an gleichnamiger Bucht an der Nordostküste der Insel Murter. Im Südteil der Bucht von Murter, ebenfalls an der Nord-ostküste der Insel, wurde der Nautikerstützpunkt und Jachthafen “Jezera” eingerichtet.
Betina
Betina bietet alle Voraussetzungen für einen angenehmen und ruhigen Urlaub, vor allem für Nautiker. Es können auch Boote gemietet werden. Betina ist ein bekannter Fischerort, daher werden auf den Speisekarten der Restaurants stets frische Fische angeboten.
Alljährlich am 3. August findet ein Muschelfest (“Dan brganje”) statt, das einer ausschließlich in den Gewässern um Betina lebenden Muschelsorte (kroat. brganja) gewidmet ist. Der Jachthafen von Betina verfügt über 200 Liegeplätze im Meer und 80 Stellplätze an Land.
BETINA, Hafenstädtchen an der Nordostküste der Insel Murter, an der Nordeinfahrt in den Kanal von Murter. Der Hafen ist der Bora und dem Südwind ausgesetzt; neben dem Wellenbrecher können Schiffe mit bis zu 1,3 m Tiefgang anlegen. Jachthafen in der Bucht ZdraCe. In der Nähe des Hafens liegt eine Werft.
Der Ort wird im 16. Jh. erstmals erwähnt, als er von Neusiedlern, die vor den Türken hierhergeflüchtet sind, gegründet wird. Die Pfarrkirche St. Franziskus wurde zu Beginn des 17. Jh. errichtet und mehrmals erweitert. Mitte des 18. Jh. entstand der Glockenturm. Auf der Anhöhe Gradina in der Nähe von Betina ist die kleine mittelalterliche Kirche der Madonna von Gradina erhalten.
Tisno
Die Hubbrücke zwischen Murter und dem Festland im Ortskern wird in der Reisesaison täglich von 9_9,30 und von 17_17,30 Uhr für den Schiffsverkehr gehoben. TISNO, Ortschaft an der Ostküste der Insel Murter, teilweise mit dem benachbarten Festland (der Halbinsel Tisno) verbunden, 29 km nordwestlich von Sibenik. Der Ort entstand an der Meerenge von Murter (38 m), der schmalsten Stelle des Murter-Kanals, und liegt heute teils auf dem Festland, teils auf der Insel Murter. Die beiden Ortsteile verbindet eine Brücke. Mittlere Lufttemperaturen im Januar 6,9 °C, im Juli 24,7 °C.
Wird seit 1474 erwähnt. Die Pfarrkirche aus dem Jahr 1548 wurde 1640 barockisiert und 1840 erweitert; der Glockenturm wurde 1680_84 von einheimischen Baumeistern errichtet. Die übrigen kleinen Kirchen im Ort stammen aus dem 17. Jh. In Ivinje, einem Weiler auf dem Festland, steht die mittelalterliche St. Martinskirche.
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